Damit Sie einen ersten Überblick über die Beantragung einer Pflegehilfe bekommen, haben wir für Sie einige wichtige Informationen zusammengestellt.

Die Pflegegrade

 

Die Pflegegrade werden anhand der Beeinträchtigung von Selbständigkeit bzw. dem Grad der Abhängigkeit personeller Hilfe festgestellt. Dies erfolgt in den 8 Modulen:

 

  1. Mobilität
  2. kognitive und kommunikative Fähigkeit
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  4. Selbstversorgung ( im Alltag)
  5. Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen
  6. Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte
  7. Außerhäusliche Aktivitäten
  8. Haushaltsführung

 

Pflegegrad

Geldleistung

Sachleistung

Pflegegrad 1

-

   125€

Pflegegrad 2

316€

   689€

Pflegegrad 3

545€

1.298€

Pflegegrad 4

728€

1.612€

Pflegegrad 5

901€

1.995€

 

Sachleistungen

 

Mit den "Sachleistungen" werden nicht etwa "Sachen", sondern die Dienstleistungen professioneller Pflegeeinrichtungen finanziert. Weil das teurer ist als private Hilfen, liegt das Budget der Sachleistungen erheblich über den Zahlen für das Pflegegeld. Die Pflegekasse zahlt direkt an die Pflegeeinrichtung.

 

Geldleistung

 

Die Geldleistung soll dazu dienen die nötige Hilfe privat und unbürokratisch beschaffen zu können. Es wird direkt an die Versicherten ausgezahlt. Über die Verwendung des Pflegegeldes können die Versicherten frei entscheiden.

 

Kombinationsleistungen

 

Die Pflegebedürftigen nehmen Sachleistungen in Anspruch, schöpfen das Budget aber nicht aus. Es wird zusätzlich anteilig Pflegegeld ausgezahlt.

Ein Beispiel hierfür:

Es bekommt ein Pat. Kombinationsleistung, Pflegegrad 2, 689 Euro, es werden hier von 344,50 Euro für die Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst benötigt, dass heißt  50 % der Kombinationsleistung ist ausgezahlt worden. Es steht dem Pat. somit noch 50 % des Pflegegeldes für Pflegegrad 2 (316 Euro) zur eigenen Verfügung. Das wären in diesem Beispiel 158 Euro.

 

Entlastungsleistungen

 

Jedem Pat. mit einem Pflegegrad steht ein zusätzlicher Betrag von 125 Euro für Entlastungsleistungen zur Verfügung. Dieser Betrag kann für Betreuung- oder Entlastungsleistungen (z.B. Hauswirtschaft) genutzt werden.

 

Verhinderungspflege

 

Die Verhinderungspflege steht Patienten mit Pflegestufe zu, deren Angehörigen schon länger als ein halbes Jahr die Betreuung des Pat. übernehmen. Diese beträgt 1612 Euro im Jahr und kann für die Betreuung im Krankheitsfall oder Verhinderung des Angehörigen zur Pflege genutzt werden. Sie kann sowohl stundenweise wie an einem Stück genutzt werden. Es ist möglich hierfür einen Pflegedienst zu beauftragen oder eine nicht verwandte Person, die für ihre Leistungen ein Beleg erhält.

 

Kurzzeitpflege

 

Das Angebot der Kurzzeitpflege zielt darauf ab, pflegende Angehörige zeitweise von den pflegerischen Aufgaben zu entlasten. Unter Kurzzeitpflege ist die zeitlich befristete, also nur vorübergehende vollstationäre Versorgung und Betreuung schwer pflegebedürftiger Menschen in einer Pflegeeinrichtung zu verstehen (Pflegeheim für einen maximal vierwöchigen Aufenthalt). Hierfür stehen 1612 Euro zur Verfügung. In den Kurzzeitpflegeeinrichtungen ist privat ein Eigenanteil für Kost und Logis zu entrichten.

Die Kurzzeitpflege kann zusätzlich zur Hälfte wie die Verhinderungspflege stundenweise zur Entlastung durch einen ambulanten Pflegedienst genutzt werden.

 

 

Haben Sie weitere Fragen? Dann zögern Sie nicht und nehmen Sie Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne.

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